Auch nach 2011 Trauungen im Neuen Schloss?

    In einer Motion fordert Grossrat Thomas Fuchs, dass auch nach 2011 Trauungen im Schloss Bümpliz möglich sind.

    Seit dem 1. Januar 2000 ist das Zivilstandsamt Bern nicht mehr allein für die EinwohnerInalen der Stadt, sondern für die ganze Bevölkerung der dreizehn Gemeinden der Agglomeration Bern zuständig. 2005 zog das Zivilstandsamt ins für 3,2 Millionen Franken frisch renovierte barocke Schloss in Bümpliz ein, wo sich seither rund 1000 Paare das zivile Ja-Wort gaben.

    Die Räume im Schloss Bümpliz erweisen sich für den Kanton Bern als eine glückliche Lösung. Auch für den Publikumsverkehr ist der Standort optimal. Das Zivilstandsamt war bequem mit dem ÖV aus allen Teilen der Stadt und den umliegenden Gemeinden erreichbar und vor allem war der Standort aufgrund des Rosengartens und der herrschaftlichen Schlossumgebung absolut ideal für zivile Trauungen.

    Die SVP hat sich bereits vor Jahren für den Standort im Schloss Bümpliz im Berner Stadtrat stark gemacht. Neu ist nun ein Zeremonielokal an der lärmigen Laupenstrasse 18A in Bern eingerichtet worden und der Amtssitz wurde ebenfalls dorthin verlegt, ohne dass vorgängig abgeklärt wurde, wer die frei werdenden Räume im Schloss künftig nutzen wird. Einmal mehr zeigt sich, dass die finanziellen Folgen der Bezirksreform Millionen kosten. Die vagen Antworten und schwammigen Absichtserklärungen auf die Interpellation von Grossrätin Stucki-Mäder sind zudem absolut ungenügend und tragen nicht zur Beruhigung bei.

    Es gilt nun Klarheit zu schaffen und einen definitiven Entscheid zugunsten des Schlosses Bümpliz zu fällen. Fuchs beauftragt den Regierungsrat daher, die nötigen Schritte einzuleiten, damit definitiv auch über das Jahr 2011 hinaus Trauungen im Schloss Bümpliz möglich sind. Gleichzeitig soll der Kanton bei der Stadt Bem vorstellig werden, damit die seit Jahren versprochenen Parkplätze (inkl. Carparkplatz) nun endlich bereit gestellt werden.

    (BümplizWoche, 27.05.10)

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